Erfolgreich in der DJ Szene Deutschland

Definitorische Grundlagen 9 2 Definitorische Grundlagen 2.1 DJs Die Bezeichnung DJ ist eine Abkürzung für „Diskjockey“. 34 Das „Etymologische Wörterbuch der deutschen Sprache“ erklärt darunter eine Person, „die Platten präsentiert“ 35 . Abgeleitet vom griechischen „diskow“, was so viel wie „Scheibe“ im Sinn von „Wurfscheibe“ bzw. „Diskus“ bedeutet, dient das Wort in den romanischen Sprachen als Ausdruck für „Schallplatte“, weil sich beide in der Form ähneln. 36 Aus dem Englischen stammt der hintere Teil des Begriffs, „jockey“, welcher ein Ausdruck für Handlanger ist. Dies bedeutet, dass ein DJ im weitesten Sinne eine Person ist, die sich um Platten kümmert. 37 Im Deutschen Sprachgebrauch hat sich mangels eigener Wortkreation ebenfalls diese Bezeichnung durchgesetzt. 38 Früher wurden mit dem Begriff DJ ausschließlich Personen bezeichnet, die vorab aufgenom- mene Platten abspielen, was imEndeffekt sogar Radio-Moderatoren einschloss. 39 Das Begriffs- verständnis eines DJs hat sich in den letzten Jahrzehnten verändert. 40 Die Rolle des DJs hat sich gewandelt von einer „menschlichen Jukebox“ zu einemMusik-Direktor. 41 DJs gelten heute als „celebrities, drawing crowds of dancers in the thousands, breaking world records for attend- ance.“ 42 Die Zeiten, in denen DJs als Hintergrundentertainer gesehen wurden, die einen Hit unverändert nach dem anderen abspielen, sind vorbei. 43 DJs werden heutzutage als Künstler wahrgenommen. 44 Sie verstehen ihre Platten nicht als fertig produzierte Musikstücke, sondern als Rohmaterial für ihre mehrere Stunden andauernden Mu- sikblöcke, die sie bei ihren Auftritten auf Veranstaltungen spielen. 45 Mit ihre r Musikauswahl und ihren Mixtechniken an den Plattenspielern und Mischpulten ziehen sie das Publikum in 34 Vgl. Poschardt (2015), S. 51; Mathei (2012), S. 5; Schneider (2009), S. 108; Wilke (2009), S. 68. 35 Kluge (2011), S. 146. 36 Vgl. Mezger (1980), S. 15 f. 37 Vgl. Poschardt (2015), S. 51; Schneider (2009), S. 108. 38 Vgl. Poschardt (2015), S. 52. 39 Vgl. Poschardt (2015), S. 52; Mathei (2012), S. 5; Reighley (2000), S. 11; Schäfer, Waltmann, Schäfers (1998), S. 112; Stibal (1977), S. 83. 40 Vgl. Reighley (2000), S. 11. 41 Vgl. Rietveld (2013), S. 91; Herman (2006), S. 32. 42 Reighley (2000), S. 11. 43 Vgl. Poschardt (2015), S. 494 f.; Reitsamer (2013), S. 9, 230. 44 Vgl. Hurley (2015), S. 74; Reighley (2000), S. 5; Sicko (1999), S. 85. 45 Vgl. Reitsamer (2013), S. 95; Reighley (2000), S. 13.

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