Erfolgreich in der DJ Szene Deutschland

Analyse der Probleme und Ursachen 38 4.2.2 Empirische Analyse 4.2.2.1 Fragebogendesign und Studiendesign Die im vorherigen Kapitel 4.2.1 hergeleiteten Hypothesen zu den Ursachen von Problemen der elektronischen Musikszene bilden die Basis für die Konzeption einer empirischen Untersu- chung. Da die Hypothesen nicht direkt beobachtbare Phänomene (wie z. B. Identifikation) be- inhalten, ist eine Operationalisierung dieser Konstrukte, auch latente Variablen bzw. Faktoren genannt, notwendig. Hierbei wird ein Messmodell entwickelt, welches das nicht-beobachtbare Konstrukt durch beobachtbare und somit direkt messbare Items widerspiegelt. 267 Bei einer Operationalisierung wird darauf geachtet, den Probanden möglichst einfache und ge- nau formulierte Aussagen zu präsentieren, Begriffe zu verwenden, die allgemein geläufig sind, und komplizierte Sätze sowie doppelte Verneinungen zu vermeiden. 268 Hierzu wurde auf etab- lierte Skalen der Marketingwissenschaft zurückgegriffen. Tabelle 3 gibt einen Überblick über die vorgenommenen Operationalisierungen. Das Konstrukt Selbstinszenierung aus Hypothese 1 wird durch die im Fragebogen 269 an Stelle Nr. 4, Nr. 11 und Nr. 13 platzierten Items operationalisiert. Hierbei handelt es sich um eine Auswahl von drei aus sieben Items der Original-Skala von Feningstein et al. (1975), welche sich auf die Erscheinung und das Auftreten beziehen. Hypothese 1 beinhaltet zudem das Kon- strukt Identifikation mit dem DJ, welche durch die Items Nr. 5, Nr. 14 und Nr. 6 gemessen wird. Die Auswahl der drei aus sechs Items der Original-Skala von Gwinner und Swanson (2003) begründet sich durch die Fokussierung auf Reaktionen zu Meinungsäußerungen von Dritten als Form der Identifikation. Die Operationalisierung des in Hypothese 2 beinhalteten Konstrukts der vermittelten Jugendlichkeit durch den Besuch von elektronischen Musikver- anstaltungen (ItemNr. 1, Nr. 12 und Nr. 7) setzt sich zusammen aus zwei Skalen:Wilson (2011) und Schröder (2007). Da die Original-Skalen nur zum Teil Adjektive im Kontext zu Vitalität und Jungsein beinhalteten, war eine Kombination aus beiden notwendig. Hypothese 2 beinhal- tet zudem das Konstrukt Interesse für die Musik des DJs, welche durch die Items Nr. 2, Nr. 8 und Nr. 17 ermittelt wird. Die Operationalisierung basiert auf der kompletten Original-Skala (inklusive revers formuliertem Item 270 ) von Pelsmacker, Geuens, Anckaert (2002). 267 Vgl. Schnell, Hill, Esser (2011), S. 120 ff. 268 Vgl. Greilinger (2013), S. 31. 269 Vgl. Anhang 15. 270 Der Zweck von revers formulierten Items, d. h. Aussagen, die das Gegenteil ausdrücken von dem eigentlich interessierenden Sachverhalt, liegt in der Reduktion einer Zustimmungstendenz der Probanden und fördert deren Aufmerksamkeit beim Ausfüllen des Fragebogens; vgl. Podsakoff et al. (2003), S. 884 ff.

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