Erfolgreich in der DJ Szene Deutschland

Analyse der Probleme und Ursachen 40 Hypothese 3 konzentriert sich auf die Erwartung bezüglich eines einmaligen Erlebnischa- rakters von Veranstaltungen in der elektronischen Musikbranche. Die Operationalisierung (Items Nr. 15, Nr. 3 und Nr. 9 im Fragebogen) basiert ebenfalls auf der kompletten Original- Skala von Dabholkar und Bagozzi (2002), welche bereits von Becker (2015) ins Deutsche über- setzt wurde. Hypothese 4 postuliert einen Zusammenhang zwischen dem bereits für Hypothese 2 operationalisierten Konstrukt Interesse für die Musik des DJs und der Loyalität ihm gegen- über. Letzteres basiert auf der Original-Skala von Morgan und Hunt (1994), fokussiert sich allerdings auf nur drei der ursprünglich sechs verwendeten Items, um den Schwerpunkt auf die Beziehung zu legen. Die Operationalisierung (Items Nr. 10, Nr. 16 und Nr. 18 im Fragebogen) beinhaltet zudem noch ein weiteres revers formuliertes Item. Bei der Festlegung der Anzahl der Items pro Konstrukt, wurden forschungsökonomische Fak- toren wie die Belastung der Probanden berücksichtigt. Alle Original-Items wurden vom Engli- schen ins Deutsche übersetzt und an die Thematik angepasst. Die Items wurden als Zustim- mungsaussagen formuliert, nicht als direkte Fragen. Hierbei wurde bei dem Konstrukt Selbst- inszenierung und vermittelte Jugendlichkeit die Bezeichnung „House- /Technoveranstaltung“ verwendet, da diese Begrifflichkeit in der Szene – wie Kapitel 2.2 erklärte – weit verbreitet ist. Die Fragen Nr. 19 und Nr. 20 im Fragebogen dienen dazu, soziodemografische Merkmale der Teilnehmer abzufragen. Die Platzierung dieser Fragen am Ende der Befragung verfolgt den Zweck, die Abbruchquote zu verringern und die Auskunftsquote der Probanden zu erhöhen. 271 Insgesamt beinhaltet der Fragebogen 20 Items. Er beginnt mit einer Einleitung, welche die Pro- banden auf den Inhalt des Fragebogens einstimmt. Zudem wird in der Einleitung darauf hinge- wiesen, dass alle Daten anonym verwendet werden, damit die Teilnehmer wahrheitsgemäß ant- worten und keine Bedenken vor Datenmissbrauch haben. Die Platzierung der Fragen im Fragebogen ist so vorgenommen, dass eine akkurate Beantwor- tung der Fragen möglich ist. Um die Vergleichbarkeit der Daten zu gewährleisten, besteht der Fragebogen, abgesehen von Alter und Geschlecht (Frage Nr. 19 und Nr. 20), aus Aussagen, zu denen die subjektive Zustimmung auf einer 5-Punkte-Likert-Skala 272 , deren Extrempunkte ver- bal mit den Formulierungen „Nein, trifft auf keinen Fall zu“ und „Ja, trifft voll und ganz zu“ beschrieben wurden, angegeben wird. 271 Vgl. Porst (1985), S. 42 f. 272 Die 5-Punkte-Likert-Skala ist eine standardmäßige Skalierungsmethode der empirischen Sozialforschung, welche nach ihrem Begründer Likert benannt ist; vgl. Symeonaki, Michalopoulou, Kazani (2015), S. 739; Hartley, Betts (2010), S. 17.

RkJQdWJsaXNoZXIy MjY5