Erfolgreich in der DJ Szene Deutschland

Ableitung von Erfolgsstrategien für DJs 64 Für den Erfolg der „Do-it-yourself“-Karrieren der DJs sind ihre Selbstvermarktung sowie die aktive Gestaltung ihres Werdegangs notwendig. 410 Das Spektrum dieser Selbstpräsentation fängt an mit der Erstellung eines Vermarktungskonzeptes 411 und beinhaltet letztendlich auch so alltägliche Aufgaben wie die ansprechende Gestaltung von Flyern sowie ein ansehnliches Auf- treten auf Veranstaltungen. 412 Zudem empfiehlt es sich, dass jeder DJ eine eigene Homepage betreibt. Diese sollte jedoch im Sinne einer generellen Informationsquelle primär der Darstel- lung dienen und die Auffindbarkeit des DJs im Internet sicherstellen. 413 Die Homepage stellt die verbale Selbstpräsentation dar und dient der in Kapitel 5.2 dargestellten Wettbewerbsab- grenzung. 414 Weniger sinnvoll ist es heutzutage, auf einer statischen Homepage aktuelle Neu- igkeiten und Ankündigungen zu platzieren. Social Media hingegen stellt einen adäquaten Kom- munikationskanal dar, um Bekanntmachungen zu kommunizieren. 415 Ein professionelles Erscheinungsbild auf vielen medialen Kanälen sowie die Präsenz der Per- son sind hilfreich bei Gagen-Verhandlungen für Bookings. Wichtig hierbei ist, dass dieses durchgängig und schlüssig über alle Medien hinweg gleich bleibt. Eine konsistente Selbstprä- sentation fördert zudem die Loyalität der Fans. Z. B. können Hintergrund-Informationen auf der Homepage ihre Verbundenheit und Sympathie bestärken. Zur Selbstvermarktung gehört auch das Beziehungsmanagement zu Entscheidern in Clubs und zu Veranstaltern. 416 Diese Beziehungen müssen gepflegt werden, damit diese Personen zu Un- terstützern werden. 417 Der Zweck hierbei ist, dass DJs ihre unplanmäßigen und diskontinuier- lichen Bookings verstetigen. 418 D. h. DJs sollten soziale Kompetenzen entwickeln und eine re- gelmäßige Kommunikation mit Clubs und Veranstaltern z. B. auf Szeneevents forcieren. 419 Hierzu gilt auch, dass DJs eine Loyalität gegenüber diesen zeigen, welche mit einer hohen Iden- tifikation einhergehen sollte. DJs sollten erkennen, dass sie in einem reziproken Austauschver- hältnis mit Clubs und Veranstaltern stehen, d. h. die DJs tragen zum Erfolg der Clubs bei und sind gleichermaßen abhängig von diesen. 420 Durch ihre Verbundenheit grenzen sie sich von 410 Vgl. Reitsamer (2013), S. 12. 411 Vgl. Rietveld (2013), S. 92. 412 Vgl. Experteninterview 1 (Anhang 4); Hitzler, Niederbacher (2010), S. 159. 413 Vgl. Riedel, Schreiter (2004), S. 43; Ankelmann (2000), S. 28. 414 Vgl. Lange, Bürkner (2013), S. 154; Reitsamer (2013), S. 229. 415 Dieses wird am Ende dieses Kapitels weiter ausgeführt. 416 Vgl. Experteninterview 2 (Anhang 5); Reitsamer (2011), S. 32. 417 Vgl. Reighley (2000), S. 154. 418 Vgl. McRobbie (2002), S. 527. 419 Vgl. Reitsamer (2013), S. 209, 228; Waltmann (2000), S. 25. 420 Vgl. Reitsamer (2013), S. 210.

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